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Richtig mähen - nur dann bleibt der Sportrasen dicht
Regelmäßiges Mähen ist eine wichtige Voraussetzung für einen
dichten und belastbaren Rasen. Durch den häufigen Rückschnitt bilden die
Rasengräser zahlreiche neue Seitentriebe und eine höhere Blattdichte. Über
die Blätter werden die Pflanzen aber auch mit lebensnotwendiger Energie aus
dem Sonnenlicht versorgt. Je weniger Blätter desto schwächer wird das Gras,
ohne Blätter stirbt es rasch ab. Daher bedeutet der Schnitt wegen des
Blattverlustes immer Streß für die Gräser. Sie reagieren auf den Blattverlust
mit weniger Wurzelmasse, flacheren Wurzeln und und verringerter Bildung und
Einlagerung von Reservestoffen. Damit werden sie auch empfindlicher gegenüber
Trockenheit, Krankheiten und Pflegefehlern.
Zur Schnitthöhe: Um gravierende Schäden zu vermeiden, dürfen daher
beim Mähen niemals mehr als 50% der Aufwuchshöhe abgeschnitten werden. Für
Fußballrasen ist eine Schnitthöhe von 4 cm optimal, d.h. er sollte spätestens
bei 6 bis 8 cm Aufwuchshöhe gemäht werden. Wird tiefer geschnitten, muß auch
häufiger gemäht werden. Schnitthöhen unter 3 cm schwächen den Rasen zu stark
und lassen ihn schnell lückig werden. Während der Nutzungspausen wird die
Schnitthöhe um 1 cm erhöht, damit die Gräser mehr Blattfläche bilden können
und eine tiefere Durchwurzelung ermöglicht wird. Somit kann dann in
Trockenperioden durch die bessere Ausnutzung des Bodenwassers und die
gegenseitige Beschattung kostbares Beregnungswasser gespart werden.
Zu den Rasenmähern: Auf Sportrasen werden hauptsächlich
Spindelmäher oder Sichelmäher verwendet. Beide sind gleichermaßen geeignet,
wenn die Mähwerkzeuge scharf und exakt eingestellt sind. Spindelmäher mit
hoher Messerzahl erzeugen einen sehr sauberen Schnitt, ähnlich dem einer
Schere. Sie erlauben je nach Arbeitsbreite eine hohe Flächenleistung. Anschaffungspreis
und Wartungsaufwand sind sehr hoch. Außerdem sind die Spindeln sehr
empfindlich gegenüber Fremdkörpern. Sichelmäher schlagen mit rotierenden
Messern das Gras ab. Die Schnittqualität bei scharfen Messern ist gut. Sie
sind preiswerter als Spindelmäher und nicht ganz so empfindlich gegenüber
Steinen etc.
Zum Thema Schnittgut: Schnittgut enthält Nährstoffe, die beim
Abbau wieder den Gräsern zur Verfügung stehen können. Dieses
"Recycling" funktioniert aber nur dann, wenn das Schnittgut
gleichmäßig auf der Fläche verteilt ist, nicht zu lang ist (d.h es muß öfter
gemäht werden) und wenn es von den Bodenorganismen abgebaut wird. Wird es
nicht abgebaut, entsteht rasch Rasenfilz. Dieser verursacht Probleme und muß
aufwendig durch Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden beseitigt werden.
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