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Pflege

Richtig mähen - nur dann bleibt der Sportrasen dicht

HBJb64dDgfdgfd.jpgRegelmäßiges Mähen ist eine wichtige Voraussetzung für einen dichten und belastbaren Rasen. Durch den häufigen Rückschnitt bilden die Rasengräser zahlreiche neue Seitentriebe und eine höhere Blattdichte. Über die Blätter werden die Pflanzen aber auch mit lebensnotwendiger Energie aus dem Sonnenlicht versorgt. Je weniger Blätter desto schwächer wird das Gras, ohne Blätter stirbt es rasch ab. Daher bedeutet der Schnitt wegen des Blattverlustes immer Streß für die Gräser. Sie reagieren auf den Blattverlust mit weniger Wurzelmasse, flacheren Wurzeln und und verringerter Bildung und Einlagerung von Reservestoffen. Damit werden sie auch empfindlicher gegenüber Trockenheit, Krankheiten und Pflegefehlern.

Zur Schnitthöhe: Um gravierende Schäden zu vermeiden, dürfen daher beim Mähen niemals mehr als 50% der Aufwuchshöhe abgeschnitten werden. Für Fußballrasen ist eine Schnitthöhe von 4 cm optimal, d.h. er sollte spätestens bei 6 bis 8 cm Aufwuchshöhe gemäht werden. Wird tiefer geschnitten, muß auch häufiger gemäht werden. Schnitthöhen unter 3 cm schwächen den Rasen zu stark und lassen ihn schnell lückig werden. Während der Nutzungspausen wird die Schnitthöhe um 1 cm erhöht, damit die Gräser mehr Blattfläche bilden können und eine tiefere Durchwurzelung ermöglicht wird. Somit kann dann in Trockenperioden durch die bessere Ausnutzung des Bodenwassers und die gegenseitige Beschattung kostbares Beregnungswasser gespart werden.

Zu den Rasenmähern: Auf Sportrasen werden hauptsächlich Spindelmäher oder Sichelmäher verwendet. Beide sind gleichermaßen geeignet, wenn die Mähwerkzeuge scharf und exakt eingestellt sind. Spindelmäher mit hoher Messerzahl erzeugen einen sehr sauberen Schnitt, ähnlich dem einer Schere. Sie erlauben je nach Arbeitsbreite eine hohe Flächenleistung. Anschaffungspreis und Wartungsaufwand sind sehr hoch. Außerdem sind die Spindeln sehr empfindlich gegenüber Fremdkörpern. Sichelmäher schlagen mit rotierenden Messern das Gras ab. Die Schnittqualität bei scharfen Messern ist gut. Sie sind preiswerter als Spindelmäher und nicht ganz so empfindlich gegenüber Steinen etc.

Zum Thema Schnittgut: Schnittgut enthält Nährstoffe, die beim Abbau wieder den Gräsern zur Verfügung stehen können. Dieses "Recycling" funktioniert aber nur dann, wenn das Schnittgut gleichmäßig auf der Fläche verteilt ist, nicht zu lang ist (d.h es muß öfter gemäht werden) und wenn es von den Bodenorganismen abgebaut wird. Wird es nicht abgebaut, entsteht rasch Rasenfilz. Dieser verursacht Probleme und muß aufwendig durch Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden beseitigt werden.

 
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