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Blattflecken


Blattflecken
 

(Drechslera spp., Curvularia spp., Bipolaris spp.)

Hinter der allgemeinen Bezeichnung Blattflecken stehen eine ganze Reihe von Pilzgattungen und -arten. Eine eindeutige Unterscheidung der Erregerart ist nur durch mikroskopische Untersuchungen möglich. Einige Erreger sind an kühle Temperaturen gebunden (Drechslera poae: Temperaturoptimum 8 - 15ºC), andere dagegen an hohe Temperaturen (Curvularia spp.: Temperaturoptimum 20 - 30ºC). Blattflecken können schnell durch Maschinen und Spieler verbreitet werden.

Schadbild:

An den Blättern zeigen sich kleine, scharf begrenzte, rot bis dunkelbraune Flecken. Diese vergrößern sich im Laufe der Infektion. Das Zentrum des Fleckes stirbt ab und wird dann strohfarben. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen und starkem Befall kommt es zum Absterben der gesamten Pflanzen. Der infizierte Bestand weist dann ein lockere Narbe auf, verfärbt sich bräunlich und wirkt vertrocknet.

  1. Dunkelbraune Blattflecken mit z. T. strohfarbenem Zentrum
  2. Frühjahrsbefall auf einem Green
  3. Infektion eines höheren Poa pratensis Bestandes

Befallene Arten:

Folgende Arten können von Blattflecken befallen werden:

  • Poa sp.
  • Festuca sp.
  • Lolium perenne
  • Agrostis sp.

Befallfördernde Faktoren:

Beachten Sie folgende Faktoren, die den Befall mit Blattflecken fördern:

  • Einseitig hohe Stickstoffgaben, die zu Wachstumsschüben und schwammigem Zellgewebe führen
  • Kaliummangel
  • Lichtmangel
  • Rasenfilz (dient dem Erreger zur Überwinterung)
  • Hohe Luftfeuchtigkeit, Tau (für die Infektion ist ein Wasserfilm auf den Blättern notwendig)

Vorbeugung und Behandlung:

Um dem Befall vorzubeugen oder ihn zu behandeln, empfehlen wir:

  • Optimale Sortenwahl (besonders wirkungsvoll bei Drechslera spp.)
  • Vermeidung von Stresssituationen, wie extremer Tiefschnitt, Lichtmangel
  • Ausgewogene Nährstoffversorgung (angemessene Stickstoffmengen, Kaliumbetonung)
  • Beseitigung des Rasenfilzes
  • Schnelles Abtrocknen des Bestandes ermöglichen (Tau entfernen, Luftzufuhr optimieren, Bodenoberfläche trocken halten)
  • Optimierung der Beregnung (Menge, zeitliche Verteilung)
 
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