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Dollarfleck


Dollarfleck
 

(Sclerotinia homoeovarpa)

Der Name dieser Krankheit beruht auf der Größe der scharf abgegrenzten Flecken. Im deutschsprachigen Raum entspräche dies der "2,- DM-Stück-Krankheit". In der Praxis kommt es im Anfangsstadium häufig zu Verwechslungen mit Schneeschimmel. Durch Maschinen und Spieler werden Dollarflecken schnell verbreitet.

Schadbild:

Die Symptome variieren in Abhängigkeit von der Schnitthöhe des Bestandes. Bei Kurzschnitt (Greens) zeigen sich zunächst kleine, runde, gelbliche Flecken (2 – 3 cm Durchmesser). Sie grenzen sich deutlich gegenüber dem gesunden Rasen ab. Auf Sport- und Zierrasen bilden sich größere, unregelmäßigere Flecken von 5 – 15 cm Durchmesser. Bei Taubildung oder hoher Luftfeuchtigkeit zeigt sich das typische weiße, spinnwebartige Myzel. Bei starkem Befall kann auch das Wurzelwachstum beeinträchtigt werden. Eine nahe Betrachtung des befallenen Blattes erleichtert die Diagnose: Das Blatt schnürt sich ein und zeigt eine Art strohfarbenen Brennfleck mit einer rotbraunen Begrenzung zum gesunden Gewebe hin.

  1. Klar abgegrenzte gelbliche Flecken – das Anfangsstadium des Dollarfleckes
  2. Bei Tau bildet sich das feine, spinnwebartige Myzel
  3. Charakteristische Einschnürung am befallenen Blatt
  4. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Flecken diffus und laufen ineinander

Befallene Arten:

Folgende Arten können vom Dollarfleck befallen werden:

  • Agrostis sp.
  • Festuca rubra
  • Poa annua

Befallfördernde Faktoren:

Beachten Sie folgende Faktoren, die den Befall mit Dollarfleck fördern:

  • Die Wasserversorgung spielt eine entscheidende Rolle: Ideale Infektionsbedingungen herrschen bei einem ausgetrocknetem Boden und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit
  • Hohe Tagestemperaturen (25 – 30ºC) und kühle Nächte fördern die Ausbreitung
  • Stickstoff- und Kaliummangel erhöhen die Anfälligkeit

Vorbeugung und Behandlung:

Um dem Befall vorzubeugen oder ihn zu behandeln, empfehlen wir:

  • Ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung
  • Gezielte Kaliumgaben im Frühsommer
  • Vermeidung von Trockenstress
  • Entfernung des Taus
  • Beseitigung von Bodenverdichtungen
  • Optimierung der Luftzufuhr
  • Reduzierung des Rasenfilzes
 
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