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Fusarium-Blight-Syndrom


Fusarium-Blight-Syndrom
 

(Fusarium culmorum, Fusarium poae)

Die Bezeichnung Fusarium-Blight-Syndrom weist darauf hin, dass diese Krankheit in der Praxis häufig in Form von Mischinfektionen auftritt. Folgende Krankheiten können beteiligt sein: Ophiobolus, Blattflecken und Pythium. Durch Maschinen, Spieler, Wind und Wasser ist eine schnelle Verbreitung möglich.

Schadbild:

Befallene Rasenflächen zeigen zunächst unregelmäßige hellgrüne Flecken (5 – 10 cm), die sich dann hellbraun und später strohartig verfärben. Typisch, jedoch nicht zwingend, ist die Ausbildung eines "Froschauges", ein Ring aus strohfarbenem Gras mit normalgrünen Gräsern im Zentrum. Das schwach rötliche Myzel erscheint nur bei hoher Luftfeuchtigkeit am Rande der Flecken, und an den Einzelpflanzen lassen sich Blattflecken feststellen. Zudem treten dunkelbraune Verfärbungen an den Wurzeln auf.

Befallene Arten:

Folgende Arten können vom Fusarium-Blight-Syndorm befallen werden:

  • Poa pratensis
  • Festuca sp.
  • Agrostis sp.

Befallfördernde Faktoren:

Folgende Faktoren fördern den Befall mit Fusarium-Blight-Syndrom:

  • Hohe Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit
  • Hohe Lichtintensität (Südhänge, Kuppen)
  • Bodenverdichtungen
  • Hohe Bodentemperaturen
  • Trockenstress (besonders wenn auf heiße Trockenperioden langanhaltende Regenfälle folgen)
  • Staunässe
  • Rasenfilz
  • Unausgeglichene Nährstoffversorgung (Stickstoffüberschuss, Kaliummangel)
  • pH-Wert-Extreme, sowohl Werte <5, als auch >7

Vorbeugung und Behandlung:

Um dem Befall vorzubeugen oder ihn zu behandeln, empfehlen wir:

  • Ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung
  • Gezielte Kaliumzufuhr während der Sommermonate
  • Vermeidung von Trockenstress
  • Optimierung der Beregnungstechnik
  • Abkühlen des Bestandes durch Beregnung (bei extremen Befallsdruck)
  • Reduzierung des Rasenfilzes
  • Einstellung des pH-Wertes auf 5,5 – 6,5
 
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