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Hexenringe


Hexenringe

(Marasmius oreades u.a.)

HBEAA0eTYIr.jpgHexenringe zählen zu den bodenbürtigen Schadpilzen. Die Symptome werden durch verschiedene Pilze aus der Gruppe der Badidiomyceten verursacht. Gemeinsam ist allen die Eigenschaft, sich mit ihrem Myzel ringförmig auszubreiten und so die typischen Symptome zu bilden.

 

 

Schadbild:

Um einen besseren Überblick zu bekommen und die Diagnose zu erleichtern, unterscheiden wir die unterschiedlichen Erreger anhand der typischen Schadbilder:

TYP 1
Bei dieser Art von Hexenringen können schwere Schäden auftreten. Zwei parallel verlaufende, dunkelgrüne Ringe, zwischen denen sich eine Zone abgestorbenen Grases befindet, kennzeichnen diesen Typus Hexenring. Im Boden trifft man in diesem Bereich auf das typische weiße Myzel mit schimmeligen Geruch. Die alleinige Ursache für das Absterben ist noch nicht gefunden. Man vermutet zum einen Wassermangel der Gräser, hervorgerufen durch das wachsartige Myzel, zum anderen scheidet der Pilz toxische Stoffe aus.

TYP 2
Dunkelgrüne Ringe mit verstärktem Graswachstum sind Merkmale dieses Hexenringtypus und in manchen Jahren kommt es zu einer starken Fruchtkörperbildung (u.a. Champignons, Bovisten), wobei am Rasen keine Schäden erkennbar sind. Als Ursache für die Grünfärbung vermutet man eine Stickstofffreisetzung durch den Abbau organischer Substanz. Bei einem Stickstoffmangel der befallenen Flächen sind die Ringe besonders deutlich zu sehen.

TYP 3
Lediglich das ringförmige Auftreten von Fruchtkörpern (Hutpilze) deutet auf das Vorhandensein eines Hexenringes hin. Zu einer Schädigung der Gräser kommt es hierdurch nicht. Im Boden findet man bei diesem Typ 3 ein oberflächennahes Myzel.

Basidiomyceten sind zudem für eine besondere Ringart verantwortlich, die im Frühjahr oder Spätherbst auf Greens anzutreffen ist. Im Bereich der Filzschicht zeigt sich reichlich weißes, mehliges Myzel, das deutlich sichtbare Ringe oder unregelmäßige, schmale Streifen bildet. Charakteristisch ist ein champignonartiger Geruch. Zu Schäden kommt es nicht; ein Vertikutieren beseitigt in der Regel alle Symptome.

Befallene Arten:

Ausnahmslos alle Gräser können von Hexenringen befallen werden.

Befallfördernde Faktoren:

Beachten Sie folgende Faktoren, die den Befall von Hexenringen fördern:

  • Ältere Anlagen (5 – 8 Jahre)
  • Magere, sandige Standorte
  • Ehemalige Waldgebiete
  • Stark verfilzte Flächen
  • Bereiche mit Bodenverdichtung
  • Häufiger Fungizideinsatz*

*Untersuchungen zeigen, dass über die Beseitigung von Antagonisten durch häufigen Fungizideinsatz die Hexenringe indirekt gefördert wurden.

Vorbeugung und Behandlung:

Die Behandlung von Hexenringen ist sehr arbeitsintensiv und deshalb in der Praxis nur begrenzt durchführbar. Zudem wird die Bekämpfung durch das stark wasserabweisende Myzel behindert. Deshalb muss zuerst die gesamte Myzelschicht durchstoßen werden (Tiefenlockern z.B. mit Grabegabel). Danach muss gründlich und durchdringend gewässert werden. Erleichtert wird diese Arbeit durch den Einsatz von Benetzungsmitteln (Wetting Agent). Ideale Behandlungszeiträume: Frühjahr und Herbst.

 

 
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