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Ophiobolus / Take-all-Patch


Ophiobolus / Take-all-Patch
 

(Gaeumanomyces graminis)

Ophiobolus ist eine weltweit verbreitete bodenbürtige Krankheit. Probleme bereitet sie vor allem auf neu angelegten Greens während der ersten 3 – 4 Jahre.

Schadbild:

Anfangs zeigen sich nur unregelmäßige Flecken von 5 – 10 cm Durchmesser. Die eingesunkenen Bereiche erscheinen erst dunkelgrün, später dann hellbraun bis rötlich. Danach kommt es zur Ausbildung des eigentlichen Ringsymptoms. Diese Ringe erscheinen Jahr für Jahr an derselben Stelle, nehmen jedoch an Größe zu. Es kommt zu einem Stengel- und Wurzelbefall. Das Gras stirbt ab und kann leicht aus dem Boden gezogen werden, die Wurzeln sind braun-schwarz verfärbt. Im Zentrum der Ringe kommt es zu charakteristischen Bestandsveränderungen. Anstelle der vorhandenen Gräser erscheinen Unkräuter (Hornkraut, Sagina procumbens), die relativ resistente Festuca sp. oder besonders breitblättrige Formen der Poa annua. Diese Veränderungen sind beständig und ermöglichen auch zu befallsfreien Zeiten die Diagnose.

Befallene Arten:

Folgende Arten können von Ophiobolus befallen werden:

  • Agrostis sp.
  • Poa sp.
  • Festuca sp. relativ resistent

Befallfördernde Faktoren:

Beachten Sie folgende Faktoren, die den Befall mit Ophiobolus fördern:

  • Rasentragschichten mit einem pH-Wert 7,0, wobei der pH-Wert der oberen 2 cm entscheidend ist. So beobachtet man einen besonders starken Befall im Anschluss an eine Kalkung.
    Der Pilz verfügt jedoch über eine weite pH-Wet-Toleranz, so können durchaus Infektionen bei niedrigen Werten auftreten.
  • Sandaufbauten, bedingt durch Antagonistenmangel
  • Bodenverdichtungen
  • Unausgeglichene und unregelmäßige Nährstoffversorgung
  • Trockenstress (verstärkt auch die Ausbildung der Symptome)
  • Hohe Luftfeuchtigkeit

Vorbeugung und Behandlung:

Um dem Befall vorzubeugen oder ihn zu behandeln, empfehlen wir:

  • pH-Wert-Kontrolle, unter Berücksichtigung des Beregnungswassers und des Topdressmaterials
  • Ausgeglichene und gleichmäßige Nährstoffversorgung
  • Gezielter Einsatz von NH4-haltigen Düngern im Frühjahr
  • Beseitigung von Bodenverdichtungen
  • Positive Wirkung einer Eisensulfatgabe
  • Nachsaat der befallenen Bereiche mit einer Festuca-rubra-haltigen Mischung
  • Soden der Flächen ist nur bei sehr geringem Befall sinnvoll
 
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