Die Haarmücke ist verhältnismäßig
plump und ähnelt eher einer Fliege. Sie wird 8 – 10 mm groß. Auch in
diesem Fall ist der eigentliche Schädling die Larve. Die
raupenähnliche, beinlose, braungraue Larve wird bis zu 16 mm groß. Bei
besonders starkem Befall treten Ausfälle schon im Herbst auf, sonst im
zeitigen Frühjahr. Wie auch bei der Wiesenschnake (Tipula spec.) hacken
Vögel auf der Suche nach Larven den Boden auf und verursachen so die
Schäden.
Schadbild:
Als Folge des Larvenfraßes
zeigen sich Vergilbungen und Absterbeerscheinungen am Rasen. Die
Einzelpflanzen lassen sich leicht aus dem Boden ziehen.
Entwicklung und Zyklus:
Die weiblichen Haarmücken
legen Ende Mai, Anfang Juni ihre Eier in den Boden. Hierbei werden
humusreiche Böden bevorzugt. Die gegen Austrocknung sehr empfindlichen
Larven halten sich tagsüber im Boden auf. In feuchten Nächten kommen
sie an die Oberfläche und ernähren sich dann von oberirdischen
Pflanzenteilen. Auffällig ist scharenweises Auftreten. Larven
überwintern im Boden und nach der Verpuppung schlüpfen die Haarmücken
im Mai.
Vorbeugung und Behandlung:
Witterung und Lage des
Rasens sind maßgebliche Faktoren für den Befall mit Haarmücken. Da
beide Faktoren in der Regel nicht beeinflussbar sind, können
vorbeugende Maßnahmen nicht ergriffen werden. Die Fraßzeit der Larven
ist im Frühjahr relativ kurz. Wenn Schäden bemerkt werden, kann durch
Bekämpfungsmaßnahmen kaum noch Erfolg erzielt werden, da die
Fraßaktivität ohnehin bald zum Stillstand kommt.