Käfer
Die Schäden auf Rasenflächen werden nicht durch erwachsene Tiere, sondern durch deren Larven, die Engerlinge, verursacht.
Folgende Käferarten kommen häufiger auf Rasen vor:
- Maikäfer (Melolontha melolontha): 20 – 30 mm groß, Flugzeit April-Mai, Aussehen: brauner Kopf, rotbraune Flügeldecken
- Juni-Gartenlaubkäfer (Phylloperta horticola): 9 – 12 mm groß,
Flugzeit Mai-Juni, Aussehen: schwarzer oder grüner Kopf, rotbraune
Flügeldecken
- Junikäfer (Anomola dubia): 9 – 12 mm groß, Flugzeit Mai-August, Aussehen: metallgrün, goldbraune Flügeldecken
Schadbild:
Die Engerlinge fressen Wurzeln, wodurch es zum Loslösen und
Absterben der Gräser kommt; der Rasen zeigt unregelmäßige Vergilbungen.
Folgeschäden entstehen zudem durch Vögel, Wildschweine oder Dachse, die
bei der Suche nach Engerlingen die Grasnarbe aufwühlen.
Entwicklung und Zyklus:
Die Käfer bevorzugen für ihre Eiablage feuchte und offenliegende
Rasenflächen. Aus den Eiern schlüpfen die Engerlinge, die je nach
Käferart unterschiedlich lange Entwicklungsstadien im Boden durchlaufen
(9 Monate – 4 Jahre). Im Anschluss daran findet die Verpuppung statt –
die fertigen Käfer verlassen danach den Boden.
Vorbeugung und Behandlung:
Witterung und Lage des Rasens sind maßgebliche Faktoren für den
Befall mit Engerlingen. Da beide Faktoren in der Regel nicht
beeinflussbar sind, können vorbeugende Maßnahmen nicht ergriffen
werden. Bei der Behandlung zeigen chemische Mittel aus folgenden
Gründen häufig nicht die gewünschte Wirkung:
- die einzelnen Larvenstadien besitzen unterschiedliche Empfindlichkeit (junge Larven sind leichter zu bekämpfen)
- Engerlinge leben in unterschiedlichen Bodentiefen
- Grasnarbe und Filzschicht absorbieren die Wirkstoffe
- enorme Wasseraufwandmengen sind erforderlich
Ein
Aerifizieren oder Schlitzen, mit dem Ziel den Boden zu öffnen, ist in
der Regel wegen der bereits gelösten Grasnarbe auch nicht möglich.
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