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Wiesenschnaken


Wiesenschnaken
 

(Tipula spec.)

Wie auch bei anderen Insekten ist die Wiesenschnake selbst kein Rasenschädling, wohl aber ihre Larve. Besonders in Jahren mit Massenbefall kann es zu starken Schäden am Rasen kommen. Dabei wirkt sich zum einen der Wurzelfraß der Larven aus, zum anderen kommt es zu Folgeschäden, da Krähen oder Stare auf der Suche nach Larven den Boden aufhacken.

Schadbild:

Typisch für den Befall mit Wiesenschnaken sind Welkeerscheinungen und das Auftreten meist nesterförmiger Kahlstellen. An den Einzelpflanzen fallen schmutzigbraun verfärbte Blätter auf. Häufig beobachtet man auch nur leichte Aufhellungen und ein vermindertes Wachstum.

Entwicklung und Zyklus:

In der Zeit von August bis September legen die langbeinigen Schnakenweibchen ihre Eier in die Rasendecke. Bevorzugt werden feuchte, lockere Böden. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Larven und beginnen mit dem Wurzelfraß. Die Larven sind beinlos, aschgrau und haben eine runzlige Haut. Tagsüber fressen sie unterirdisch und in feuchten, warmen Nächten kommen sie an die Oberfläche. Dort kann man sie in den frühen Morgenstunden finden – besonders bei starkem Tau. Die Larven überwintern im Boden und beginnen bei steigenden Temperaturen erneut zu fressen. Von April bis Ende Mai – je nach Temperatur – ist dann die Hauptfraßzeit. In den Sommermonaten sind die Larven ausgewachsen und verpuppen sich im Boden. Im Spätsommer steigen nun wiederum die Schnaken auf.

Vorbeugung und Behandlung:

Witterung und Lage des Rasens sind maßgebliche Faktoren für den Befall mit Wiesenschnaken. Da beide Faktoren in der Regel nicht beeinflussbar sind, können vorbeugende Maßnahmen nicht ergriffen werden. Als Bekämpfungsschwelle gilt ein Besatz von mehr als 50 Larven/m2. Dies lässt sich mit Hilfe einer Salzwasserprobe ermitteln. Hierzu werden 25 x 25 cm breite und 3 – 5 cm tiefe Soden ausgestochen und in eine Lösung aus 2 kg Viehsalz auf 10 l Wasser getaucht. Nach 15 – 30 Minuten kommen die Larven an die Oberfläche und können ausgezählt werden. Befallskontrollen sollten bereits im Spätherbst erfolgen. Junge Larvenstadien lassen sich leichter und mit niedrigeren Dosierungen bekämpfen als ältere.

 
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