Regenwürmer sind grundsätzlich nützliche Bodenlebewesen, doch ihre Ausscheidungen – sogenannte Wurmhäufchen – können auf intensiv gepflegten Rasenflächen unerwünschte Spuren hinterlassen. Insbesondere bei feuchtem Wetter beeinträchtigen sie das Erscheinungsbild und können die Grasnarbe verdrängen. Eine bewährte Maßnahme ist der gezielte Einsatz von Sand.

Empfohlene Vorgehensweise:

  • Scharfkantigen, kalkfreien Sand ausbringen – idealerweise Lavasand, in einer Menge von 4–5 Litern pro Quadratmeter.
  • Nach dem Abtrocknen des Sands in die Grasnarbe einkehren. Die Würmer meiden den sandigen Oberboden, da sie den Sand im Verdauungstrakt nicht verarbeiten können.
  • Ausscheidungen, die dennoch an die Oberfläche gelangen, werden mit dem Sand vermischt, trocknen schneller aus und zerfallen leichter. Dadurch wird die Schädigung der Grasnarbe deutlich reduziert.

Wichtige Hinweise zur Anwendung:

  • In vielen Fällen ist eine zweimalige Anwendung pro Jahr notwendig: empfohlen im Frühjahr und Herbst.
  • Die Sandschicht sollte nicht dicker als 1 cm ausfallen, um die Rasenpflanzen nicht zu belasten.

Achtung bei starker Sonneneinstrahlung: Der Sand trocknet schnell aus und kann zu Trockenschäden an den Gräsern führen. Eine angepasste Beregnung schützt in diesem Fall vor Stress für den Rasen.