Viele Gartenbesitzer wünschen sich einen perfekten, gleichmäßigen Rasen. Oftmals werden “Unkräuter” wie zum Beispiel Klee dabei nicht akzeptiert. Besonders im klassischen Zierrasen hat er daher meist keinen Platz. Entsprechend empfiehlt es sich, Klee gezielt zurückzudrängen, um ein möglichst einheitliches Rasenbild zu erreichen. Wie Klee Schritt für Schritt dauerhaft entfernt werden kann, wird im weiteren Verlauf dieses Beitrags erläutert.
Gleichzeitig kann Klee auch eine bewusste Entscheidung sein. Für robuste, pflegeleichte und natürlich wirkende Rasenflächen stellt er eine interessante Alternative dar. Genau an diesem Punkt setzt unsere Saatgutmsichung Immergrün-Rasen mit Mikroklee an. Eine Erklärung warum sich Rasenbesitzer gezielt für diese Saatgutmischung entscheiden gibt es am Ende des Artikels.
Was zeigt Klee im Rasen an?
Als sogenannte Zeigerpflanze kann insbesondere Weißklee auf bestimmte Boden- und Pflegebedingungen aufmerksam machen. Sein Auftreten bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Problem vorliegt, kann jedoch auf Schwachstellen hindeuten. Da Klee mit einigen dieser Bedingungen besser zurechtkommt als viele Rasengräser, kann er sich dort besonders erfolgreich etablieren und ausbreiten.
Bei dem im Rasen häufigsten Klee, dem Weißklee, können folgende Faktoren eine Rolle spielen:
- Stickstoffarme Böden: Klee kann mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden. Deshalb hat er gegenüber Gräsern oft Vorteile, wenn der Boden wenig Stickstoff enthält.
- Lücken im Rasen: Klee besiedelt freie Stellen sehr schnell. Ein dichter, gesunder Rasen lässt ihm weniger Raum.
- Niedrige Schnitthöhen: Weißklee verträgt tiefes Mähen oft besser als viele Rasengräser.
- Verdichtete oder stark beanspruchte Flächen: Klee kommt mit solchen Bedingungen häufig besser zurecht als manche Rasengräser.
Schritt für Schritt: Klee dauerhaft aus dem Rasen entfernen
- Befallsstärke beurteilen: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick darüber, wie stark der Rasen von Klee betroffen ist. Einzelne Pflanzen lassen sich gezielt entfernen, während bei größeren Beständen meist mehrere Maßnahmen erforderlich sind. Besonders häufig tritt Weißklee auf, der sich sowohl über Samen als auch über kriechende Ausläufer ausbreiten kann.
- Einzelne Kleepflanzen vollständig entfernen: Vereinzelt auftretender Klee kann mit einem Unkrautstecher entfernt werden. Wichtig ist, möglichst die gesamte Wurzel mit herauszunehmen. Vom einfachen Herausreißen mit der Hand ist eher abzuraten, da häufig Wurzelreste im Boden verbleiben. Diese können erneut austreiben und zu einer weiteren Ausbreitung führen.
- Bei stärkerem Befall vertikutieren: Hat sich der Klee bereits großflächig im Rasen ausgebreitet, kann ein Vertikutieren sinnvoll sein. Dabei wird die Grasnarbe oberflächlich geöffnet und Rasenfilz entfernt. Dies verbessert die Belüftung des Bodens und schafft günstigere Bedingungen für die Rasengräser. Gleichzeitig können Teile der Kleepflanzen entfernt werden.
- Entstandene Lücken direkt nachsäen: Nach dem Entfernen größerer Kleehorste sollten offene Stellen möglichst zeitnah nachgesät werden. Klee nutzt freie Flächen sehr schnell zur Ausbreitung. Eine schnell keimende, strapazierfähige Rasenmischung hilft dabei, die Lücken rasch zu schließen und die Konkurrenzkraft des Rasens zu stärken.
- Auf eine gleichmäßige Bewässerung achten: Damit sich die jungen Gräser erfolgreich etablieren können, sollte die Nachsaat während der Keimphase gleichmäßig feucht gehalten werden. Eine ausreichende Wasserversorgung fördert ein zügiges Wachstum und unterstützt die Bildung einer geschlossenen Grasnarbe.
- Den Rasen bedarfsgerecht düngen: Klee findet besonders auf schwach versorgten oder stickstoffarmen Standorten günstige Bedingungen vor. Eine regelmäßige, bedarfsgerechte Nährstoffversorgung stärkt die Rasengräser und verbessert ihre Konkurrenzfähigkeit. Kräftig wachsende Gräser können freie Bereiche schneller schließen und verdrängen den Klee langfristig.
- Die richtige Schnitthöhe einhalten: Ein zu kurzer Rasenschnitt kann die Ausbreitung von Klee zusätzlich begünstigen. Werden die Gräser dauerhaft sehr tief gemäht, verlieren sie Blattmasse und damit einen Teil ihrer Konkurrenzkraft. Klee verträgt niedrige Schnitthöhen häufig besser als viele Rasengräser und kann dadurch vorhandene Lücken leichter besiedeln. Eine Schnitthöhe von etwa 4 bis 5 cm unterstützt dagegen die Bildung einer dichten Grasnarbe und fördert ein gesundes Wachstum der Rasengräser.
- Langfristig auf einen dichten Rasenbestand setzen: Die wirksamste Maßnahme gegen Klee ist ein dauerhaft dichter und vitaler Rasen. Regelmäßiges Mähen, eine bedarfsgerechte Düngung, die richtige Bewässerung sowie konsequente Nachsaaten verhindern die Entstehung von Lücken und nehmen dem Klee die Möglichkeit, sich erneut im Bestand zu etablieren. Da Klee sehr anpassungsfähig ist und sich über Samen sowie Ausläufer verbreiten kann, ist die dauerhafte Kontrolle ebenfalls ein Teil der kontinuierlichen Rasenpflege.
Die Alternative – Rasen mit Mikroklee
Klee ist aber keineswegs „schlecht“. Seine Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber, und er trägt selbst zur Stickstoffversorgung des Bodens bei. Daher entscheiden sich einige Rasenbesitzer für unseren Immergrün-Rasen mit Mikroklee.
Beim Immergrün-Rasen mit Mikroklee handelt es sich um eine Saatgutmischung aus Mikroklee und Deutschem Weidelgras (Lolium perenne). Die Mischung aus Klee und Gräsern wirkt auf den ersten Blick für viele Gartenbesitzer noch etwas ungewohnt, bringt jedoch einige überzeugende Vorteile mit sich. Beim Mikroklee (Microclover) handelt es sich um eine spezielle Zuchtform des Weißklees, die besonders kleinwüchsig ist und nur eine geringere Blühneigung aufweist. Gerade diese Eigenschaften sorgen dafür, dass er sich gut in den Rasenbestand einfügt und optisch deutlich dezenter wirkt als herkömmlicher Klee. Zudem kann Klee auch ohne regelmäßige Düngung für eine dauerhaft grüne Rasenfläche sorgen, da er als Leguminose in der Lage ist, Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien aus der Luft zu binden.
Auch im Vergleich zu klassischen Rasengrasmischungen zeigt sich eine deutlich höhere Trockenheitstoleranz. Darüber hinaus wird die Etablierung von Rasenunkräutern erschwert, da der Klee durch seine dichte Bodenbedeckung das Keimen vieler anderer Pflanzenarten hemmt. Zudem profitieren auch die Rasengräser von der natürlichen Stickstoffversorgung durch den Weißklee. Die stärkere Beschattung des Bodens reduziert außerdem die Verdunstung, was sich insbesondere in den Sommermonaten positiv auf Wachstum und Vitalität der Gräser auswirkt. Diese Rasenform eignet sich besonders für Flächen, bei denen ein gepflegtes Erscheinungsbild mit reduziertem Pflegeaufwand kombiniert werden soll.

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