Definition: Dollarspot (Sclerotinia homoeocarpa)

Der Name dieser Krankheit beruht auf der Größe der scharf abgegrenzten Flecken. In der Praxis kommt es im Anfangsstadium häufig zu Verwechslungen mit Schneeschimmel. Durch Maschinen wie z.B. Mähroboter werden Dollar-Flecken schnell verbreitet.

Symptome: Wie erkennt man Dollarspot?

Die Symptome variieren abhängig von der Schnitthöhe des Bestandes. Bei Kurzschnitt (Greens) zeigen sich zunächst kleine, runde, gelbliche Flecken (2-3 cm Durchmesser). Sie grenzen sich deutlich gegenüber dem gesunden Rasen ab. Auf Sport- und Zierrasen bilden sich größere, unregelmäßige Flecken von 5-15 cm Durchmesser. Bei Taubildung oder hoher Luftfeuchtigkeit zeigt sich das typische weiße, spinnwebartige Myzel. Bei starkem Befall kann auch das Wurzelwachstum beeinträchtigt werden. Eine nähere Betrachtung des befallenen Blattes erleichtert die Diagnose: Das Blatt schnürt sich ein und zeigt eine Art strohfarbenen Brandfleck mit einer rotbraunen Begrenzung zum gesunden Gewebe hin.

Ursachen: Warum entsteht Dollarspot?

Dollarspot entsteht durch mehrere begünstigenden Faktoren. Eine ungleichmäßige Düngung führt zu Nährstoffmangelzonen im Rasen, insbesondere bei Stickstoff und Kalium, was die Widerstandsfähigkeit der Gräser gegen den Pilz Clarireedia jacksonii (früher Sclerotinia homoeocarpa) schwächt. Hohe Feuchtigkeit, etwa durch morgendlichen Tau schafft ideale Bedingungen für die Entwicklung und Verbreitung des Pilzes. Beste Infektionsbedingungen herrschen bei einem ausgetrockneten Boden und hoher Luftfeuchtigkeit. Temperaturwechsel zwischen warmen Tagen (25 – 30 ° C) und kühlen Nächten fördern die Krankheitsentwicklung, da sie die Feuchtigkeitsansammlung auf den Blättern erhöhen und das Wachstum des Erregers begünstigen.

Behandlung: Wie kann man Dollarspot behandeln?

  • Ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung: Eine kontinuierliche und ausgewogene Zufuhr aller notwendigen Nährstoffe, insbesondere von Stickstoff, Phosphor und Kalium, unterstützt das gesunde Wachstum der Gräser und erhöht ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheiten. Regelmäßige Bodentests helfen, Defizite rechtzeitig zu erkennen und auszugleichen, um Mangel- oder Überversorgungen zu vermeiden.
  • Gezielte Kaliumgaben im Frühsommer: Kalium stärkt die Zellwände der Gräser und verbessert ihre Stressresistenz gegenüber Trockenheit, Hitze und Krankheiten wie Dollarspot. Eine gezielte Kaliumdüngung im Frühsommer bereitet den Rasen optimal auf die Belastungen der warmen Jahreszeit vor und sorgt für eine bessere Regeneration.
  • Vermeidung von Trockenstress: Eine ausreichende Wasserversorgung ist entscheidend, um Trockenstress zu vermeiden, der das Gras schwächt und anfälliger für Krankheiten macht. Es sollte regelmäßig, aber bedarfsgerecht bewässert werden, wobei die Wassermenge an die Wetterbedingungen und den Boden angepasst wird. Tiefgründige, seltene Bewässerung fördert ein gesundes Wurzelwachstum.
  • Entfernung des Taus: Morgentau schafft eine feuchte Umgebung, die das Wachstum von Pilzen wie Clarireedia jacksonii begünstigt. Das Abziehen des Taus mit einem Besen oder speziellen Geräten reduziert die Feuchtigkeit auf der Rasenoberfläche und minimiert das Risiko einer Infektion.
  • Beseitigung von Bodenverdichtungen: Verdichtete Böden behindern die Durchlüftung und Wasseraufnahme, was die Gesundheit des Rasens beeinträchtigt und die Verbreitung von Pilzkrankheiten fördert. Durch regelmäßiges Aerifizieren, bei dem Löcher in den Boden gestochen oder kleine Erdkerne entfernt werden, wird der Boden gelockert und die Durchlässigkeit verbessert.
  • Optimierung der Luftzufuhr: Eine gute Luftzirkulation verringert die Feuchtigkeit auf der Rasenoberfläche und reduziert damit das Risiko von Pilzerkrankungen. Das Entfernen von übermäßig dichtem Bewuchs oder das Zurückschneiden von umliegenden Pflanzen kann die Luftzirkulation fördern und für eine schnellere Trocknung des Rasens sorgen.
  • Reduzierung des Rasenfilzes: Rasenfilz, eine dichte Schicht aus abgestorbenem organischem Material, fördert die Ansammlung von Feuchtigkeit und bildet einen idealen Nährboden für Krankheitserreger. Regelmäßiges Vertikutieren und Aerifizieren helfen, den Filz zu entfernen und die Luft- und Wasserzirkulation im Boden zu verbessern, was die Gesundheit des Rasens insgesamt unterstützt.

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